Concordia Sagittaria

Historischer Überblick

Sogar der Turm der Basilika steht auf Stelzen.
Sogar der Turm der Basilika steht auf Stelzen.
Turm der Basilika
Turm der Basilika
Gesamtansicht Basilika
Gesamtansicht Basilika
Detail aus einer Seitenkirche
Detail aus einer Seitenkirche
Die tiefer liegende Via Annia
Die tiefer liegende Via Annia

Erste Ansiedlungen datieren auf die Zeit zwischen dem 9. und 7. Jahrhundert v. Chr. Zwischen 42 und 40 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern erobert und besetzt. Unter Augustus Oktavianus ereignete sich schließlich die Gründung der Kolonie Julia Concordia als Vorposten gegen den Nordosten und Ansiedlung von Kriegsveteranen.

 

Die Anlage wurde befestigt, Straßen und schiffbaren Wege in der Lagune ausgebaut. Concordia entwickelte sich zu einer wichtigen Stadt mit einem eigenen Amphitheater, Tempeln Begräbnisstätten. Verwaltet wurde es von einem Duovirat, das Recht sprach, sowie einem zweiten Duovirat, das als Ädile eingesetzt war.

Erstere kümmerten sich wie die Konsuln in Rom um die Rechtssprechung, Zweitere um die Ernährung, also um die allgemeine Wirtschaftslage und um die öffentliche Verwaltung wie Straßen- und Häuserbau.

 

Ab dem 3.Jh. n. Chr. nahm die Stadt zur Abwehr der Barbaren- Einfälle eine wichtige Rolle im Röm. Reich ein. Zu dieser Zeit entstand auch die Waffenfabrik zur Herstellung von Pfeilen (sagittae), die letztendlich Concordia ihren Beinamen Sagittaria gab.

Die feindlichen Invasionen und eine verheerende Hochwasserkatastrophe im Jahr 589 leiteten den Untergang Concordias ein, parallel zum Untergang des Röm. Reiches.

 

452 verwüsteten die Hunnen unter Attila alle wichtigen Zentren im Friaul wie Aquileia, Altino, Padua und Verona. 568 wanderten die Langobarden ein, denen in der zweiten Hälfte des 9. Jh. die Franken folgten.

In diesen schrecklichen Zeiten verblieb die Kirche als einziger Ort des sozialen, zivilen und kulturellen Lebens.

 

Aus einer Abhandlung des Bischofs Cromazio von Aquileia (um 389) geht hervor, dass Concordia aus dem Orient die Reliquien einiger Apostel erhielt, die für eine Basilika und deren ersten Bischof bestimmt waren.

Nach dem Einsturz dieser vorchristlichen Basilika wurde eine zweite zwischen Ende des 9. Jahrhunderts und Anfang des 10. Jahrhunderts errichtet, während die jetztige Basilika auf den Überresten einer dritten aus dem 11. Jahrhundert ruht.

 

In der Renaissance erlebte die Stadt nochmals einen wirtschaftlichen Aufschwung, dem jedoch ab dem 17. Jahrhundert eine bittere Verarmung und ein allgemeiner Niedergang folgte. Ausschlaggebend für diesen gravierenden Bevölkerungsrückgang war die ungesunde Nähe der Sümpfe und Moraste in diesem Gebiet.

Erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts gelang es der Stadt sich langsam zu erholen, dank der Trockenlegung der Sümpfe und Urbarmachung des umliegenden Landes.

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