Dom des Hl. Stephanus

Caorle

Basilika mit Campanile zu Caorle

Der Dom von Caorle befindet sich direkt im Zentrum. Er wurde im Jahre 1038 im venezianischen Stil errichtet und dem Hl. Stephanus geweiht. Im Inneren der Kirche befindet sich die berühmte, goldene Altartafel. Der schiefe Glockenturm - ein Wahrzeichen Caorles - wurde etwas später erbaut.

Der Innenraum

Die goldene Altartafel in der Hauptapsis ist ein Werk aus dem VIII. Jahrhundert im byzantinischen Stil und besteht aus sechs Täfelchen aus getriebenem, vergoldetem Silber.

Sie stellen folgendes dar: Christus auf dem Thron, die Jungfrau, den Erzengel Gabriel, Hl. Stephanus, Hl. Daniel und Hl. Johannes. Catterina Cornaro, die Ex-Königin von Zypern soll dieses Kleinod als Dank für ihre Errettung aus einem Seesturm dem Dorfe geschenkt haben.

Die Hauptskulpturen

  • das Weihwasserbecken im byzantinischen Stil, das auf einem umgekehrten Kapitell neben der Haupttür der Kathedrale steht;

  • der Altar des Hl. Andreas aus dem XVIII. Jahrhundert, welcher sich in der Kapelle des rechten Kirchenschiffs befindet;

  • das hölzerne Kruzifix aus dem XV. Jahrhundert, welches an der zentralen Apsis angebracht ist;

  • die sechs Bilder aus getriebenem, vergoldetem Kupfer, welche die Kreuzwegstationen darstellen - ein Werk des Architekten Leghaghi aus dem Jahr 1970;

  • Die Hauptbilder sind sechs hölzerne Tafeln, welche die Aposteln darstellen; es handelt sich hierbei um seltene Modelle aus der späten, gotisch-venezianischen Schule von Paolo Veneziano.

Die Baukunst

Der Dom von Caorle wurde im XI. Jahrhundert erbaut und in drei Kirchenschiffe unterteilt. Eine Dekoration aus Marmor im byzantinischen Stil verziert die zentrale Apsis sowie die zwei Seitenapsiden. Die Decke zeigt sich mit offenem Hängewerk auf Kragsteinen.

 

Die Fassade ist im typischen Stil des Frühchristentums errichtet; sie besteht aus drei Teilen:

Auf dem zentralen Teil befindet sich eine Fensterrose, darüber ist eine kleine, kreisförmige Öffnung angebracht. Auf der Wand des rechten Teils befindet sich eine Reihe von romanischen Ziegelsteinbögen, darüber ein Gesims aus Ziegelsteinen.

 

Weiters sieben gewölbte Fenster. Die Oberfläche des linken Teils wird durch ein anderes Ziegelsteingesims geschmückt. Auch der Glockenturm, welcher direkt neben der Kathedrale steht, wurde im selben Jahrhundert erbaut. Er ist auf der ganzen Welt berühmt für seine einzigartige Architektur im romanisch-byzantinischen Stil.

 

Tatsächlich ist seine Form einzigartig: erbaut mit schweren Steinblöcken aus Istrien, steht er 48 Meter hoch und endet in einer konischen Kuppel. Sein Durchmesser beträgt ungefähr 6,50 Meter. Er neigt sich leicht Richtung Nordosten und war früher mit der Kathedrale durch einen Bogen verbunden. Gemäß der Tradition des Ortes diente er sowohl als Aussichtsturm, um feindliche Schiffe zu sichten, als auch als Leuchtturm für die heimkehrenden Fischer.

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