Ferrara

Castello Esterno Ferrara
UNESCO Weltkulturerbe

Die oberitalienische Stadt Ferrara ist gleich aus mehreren Gründen empfehlenswert, und das nicht nur im Rahmen eines Tagesausflugs (ca. 50km von Comacchio entfernt). Denn zum einen ist sie, d.h. die Innenstadt, Unesco Weltkulturerbe, d.h. es gibt also viel zu sehen.

Ein Herz für Radler

Zum anderen ist Ferrara die fahrradfreundlichste Stadt Italiens, Mitglied des europäischen Städteverbundes "Cities for Cyclist", und so gesehen nur mit Amsterdam vergleichbar! Es empfiehlt sich also die zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser mittelalterlichen Universitätsstadt (seit 1391) auf dem Drahtesel zu erkunden.

Pedala pedala!

Du sollst nicht langweilen!

Palais Ferrare
Palais Ferrare
Palazzo dei Diamanti
Palazzo dei Diamanti
Palazzo del Municipio
Palazzo del Municipio
Schifanoia
Schifanoia

Ferrara wurde seit jeher von der Familie Este regiert. Ihr damaliges Oberhaupt, der Markgraf Alberto d'Este von Ferrara, erhob schifanoia ("Vertreib' mir die Langeweile") zu seinem Motto. Und erinnert damit im gewissen Sinne an Friedrichs Sanssoucci, wenn auch viel früher.

 

In dieser prachtvollen Stadt werden Sie sich alles andere als langweilen! Die Este hatten über 300 Jahre (1264-1597) Zeit ihren Herrschaftssitz zu einem der schönsten Europas auszubauen. Sie beriefen die berühmtesten Künstler ihrer Zeit an ihren Hof wie Jacopo Bellini, Leonardo da Vinci, Raffael und Tizian, um nur einige zu nennen.

Der historische Stadtkern Ferraras zählt zu den ersten modernen Stadtplanungen der Welt und wurde 1995 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Die gesamte mittelalterliche Stadtmauer von 9 km Länge ist unversehrt und kann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden.

 

Das Fahrrad zählt übrigens zu den wichtigsten Fortbewegungsmitteln der "Ferraresi". Fast 90 % der Einwohner benutzen es, um ihre Besorgungen zu erledigen und jeder von ihnen besitzt mindesten 2 Stück davon.

Sollte man gesehen haben

  • Der gewaltige Dom im Zentrum mit seiner romanisch-gotischen Fassade.

  • Ihm gegenüber im Westen die erste Burg der Este, der Palazzo Comunale mit einer schönen Treppe im Innenhof,

  • danach die wuchtige Wasserburg Castello Estense aus dem 14. Jh. und das Denkmal von Girolamo Savonarola, der 1452 in Ferrara auf die Welt kam.

  • Weiter geht es nördlich der Burg über den Corso Ercole I. d'Este zur phantastischen Fassade des Palazzo dei Diamanti (heute Pinacoteca Nazionale). Baumeister und Architekt dieses Palastes war Biagio Rosetti (1447-1516), der auch den Palazzo Ludovico il Moro (heute archäologisches Museum), die Stadterweiterung und den prächtigen ...

  • ... Palazzo Schifanoia geplant hatte. Letzterer wurde einst zum reinen Zeitvertreib im Grünen errichtet und spiegelt perfekt den Luxus der damaligen Hofhaltung wider. Er enthält im "Salone dei Mesi" (Salon der Monate) exzellente Fresken mit einer - für die damalige Zeit - sensationellen Darstellung des Liebesaktes von Mars und Aphrodite.

  • Zuletzt sollten Sie auch noch einen Blick in die Kirche Corpus Domini werfen, die der Familie Este als Grablegungsplatz diente. Hier wurde auch die wohl berühmteste Herzogin d'Este beigesetzt - die berüchtigte Lukrezia Borgia.

Verwandte Themen

Suche
Hotelsuche Ferrara
Nach oben