Palmanova

Festungsstadt

Grundriss Palmanova

Der Grundriß von Palmanova ist bis zur Pedanterie exakt einem neunzackigen Stern nachgezogen. Drei schnurgerade Hauptstraßen durchschneiden transversal die Stadt, vier konzentrisch angelegte Straßen umgeben den Stadtkern, sechs viereckige Plätze sind dem Zentrum vorgelagert, das von einem sechseckigen Platz gebildet wird.

Hier findet auch der Wochenmarkt statt - immer Montags.

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Schon dieser Beschreibung merkt man an: Palmanova wurde auf dem Reißbrett geplant. Sie war über zwei Jahrhunderte berühmt als die am besten gesicherte Festungsanlage Europas.

Von 1593 ab bauten die Venezianer rund hundert Jahre an der Stadt, die Österreichern wie Türken einen auf alle Zeiten uneinnehmbaren Posten entgegensetzen sollte.

 

Palmanova war für 20.000 Menschen konzipiert, doch niemand wollte je in dieser Musterstadt leben. So wurde sie auch nur von Soldaten bewohnt, die dorthin abkommandiert waren. Kaum 30 Jahre nach der Grundsteinlegung mußte Venedig bereits auf Strafgefangene zurückgreifen, die Freiheit und Wohnstatt erhielten, wenn sie nur bereit waren, sich in der Stadt niederzulassen.

 

Trotz mancher Privilegien waren es selten mehr als 2000 Bewohner, die in Palmanova ansässig waren. Auch heute leben in dem Städtchen höchstens 5000 Einwohner.

 

Das ausgefuchste System von inneren und äußeren Festungsanlagen, von geheimen Verbindungsgängen, Pulverhäusern und Quartieren vermag durchaus zu faszinieren, vor allem weil es heute friedlich ist.

 

Ironie der Geschichte: In Palmanova selbst gab es nie kriegerische Auseinandersetzungen, die Stadt wurde 1797 von Napoleon kampflos eingenommen.

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