Geheimnisvolles Venedig

Fakten und Legenden

Rialto
Rialto

Über die Anfänge Venedigs sind keinerlei Dokumente vorhanden. Dies hat die einfallsreichen Venezianer freilich nicht davon abgehalten, sich ein eigenes Geburtsdatum auszudenken.

Jetzt noch kritischer!

Einige Artikel finden Sie auf meineAdria.com nun auch mit fundierter kunsthistorischer Würdigung durch Frau Dr. Kunz-Saponaro. Ihre Spezialgebiet als offizielle Fremdenführerin für Venedig sind, neben Stadtführungen durch Venedig, auch die schönen Villen des Veneto.

 

Der Heilige Markus

Giannantonio Guardi

Il volo dell'angelo

Palma Negretti - ein Tizianschüler?

Calatrava Brücke - was lange länger währt...

Über Aus- und Herzensbrecher

So kam man auf den 25. März 421, den Monat der Schöpfung (Übrigens beginnt auch in allen offiziellen Urkunden das Jahr mit dem Monat März), just als die Reliquie des Heiligen Markus nach Venedig kam.

Dorthin kam sie natürlich nicht zufällig. Die Venezianer hatten sie zuvor klammheimlich in einem spektakulärem Coup aus Alexandria gestohlen. Aber was tut man nicht alles für eine gute Story?

Und wenn es nicht erlogen ist,
so ist es gut erfunden...

Venedig hatte schon immer ein besonderes Verhältnis zu seinen Legenden: "Freilich werden immer nur solche Geschichten zur Legende, die die Menschen auch gerne hören möchten. Wahr ist, was für wahr gehalten wird."

 

Venedig entsteht aus dem Wasser und ist - ein Wunder im Wunder der Schöpfung - von Anfang an christlich. Im Falle Venedigs ist es unmöglich, zwischen Fakten und Fabeln sauber zu trennen.

 

Zwar würde heute niemand mehr ernsthaft behaupten, Venedig sei die auserwählte Stadt Gottes, doch in der Vergangenheit fanden die Venezianier dies durchaus nicht abwegig. Venedig sah sich selbst als Stadt Gottes und, wie es der Hl. Augustinus prophezeite, als himmlisches Jerusalem.

 

Venedig wurde nicht gebaut, sondern stieg bereits vollendet aus den Wassern empor. Als außergewöhnliche Stadt erfand sich Venedig einen ebenso außergewöhnlichen Ursprung. In diesem Selbstbewußtsein, nie Knecht fremder Mächte gewesen zu sein, wurde dem Papst frech die Stirn geboten. Und wenn es wieder mal hart auf hart ging, auch schon mal ein eigener Schutzheiliger erfunden.

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