S. Maria Elisabetta

erstreckt sich um die Allee, die von den Vier Brunnen nach San Nicolò führt. Dort liegen fast alle Hotels, Pensionen und Villen, die aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. stammen und im Stil ihrer Zeit - im Jugendstil - erbaut wurden. Viele haben diese architektonischen Feinheiten zum Glück behalten. Ein Spaziergang lohnt sich.

Achten Sie auf die Fassaden, Eingänge und Gartentore!

 

Dort liegen auch die renommiertesten Strände des Lido di Venezia. Hier begann alles, hier, nur einige Meter vom heutigen Strand des Hotels Des Bains entfernt, entstand der "moderne" Lido.

 

In der Ausgabe vom 4. Juli 1857 der "Gazzetta Ufficiale di Venezia" - in Venedig sind noch die Österreicher an der Macht - finden wir ein ungewöhnlich langes Inserat, in dem man lesen kann, dass "Für die Öffentlichkeit die neue und grandiose Badeanlage direkt am Meer am Strand von S. Maria Elisabetta auf dem Lido eröffnet wurde. Besitzer ist Giovanni Fisola...".

Die Badedauer wird auf eine Stunde festgelegt, die Damen baden von den Herren getrennt und der Eintrittspreis in der 1. Klasse beträgt eine österreichische Lira. Das war die Sternstunde des modernen Lido.

In Folge kam die Errichtung einer Anlegestelle für das Dampfschiff von und nach Venedig und die Einführung eines Omnibusses zu den Strandbädern.

Der richtige Erfolg stellte sich aber erst ein, als man die Strandhütte erfand: ein Mittelding zwischen Umkleidekabine und Häuschen, die es Familien ermöglichte, den Tag am Meer zu verbringen.

 

Um 1900 entstanden die großen Hotels, das Des Bains am Strand und das Hotel Lido an der Lagunenseite. Letztgenanntes, für die wohlhabende Bürgerschicht errichtet, gibt es heute nicht mehr. Das Des Bains, exquisiter Treffpunkt des europäischen und vor allem österreichischen Hochadels (Thomas Mann wohnte in eben diesem Hotel), hat im Jahr 2000 sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert.

Hinzu kam 1906 eine elektrische Straßenbahn, mit der man alle großen Hotels bequem erreichen konnte.

Und das Hotel Excelsior überstrahlte alle. Hier stiegen nun die reichen Landbesitzer und Unternehmer ab, aber zum überwiegenden Teil fast nur Mitglieder der wichtigsten Königshäuser und die reichsten Bankiers und Industriebosse aus Übersee.

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