Aquileia

Sehenswert!

mosaik in der Basilika von Aquileia
Die höchst sehswerten Mosaike der Basilica
mosaik in der Basilika von Aquileia

Die heutige Größe von Aquileia - ein kleines, verschlafenes Nest in karger Landschaft 15 Autominuten von Grado entfernt - ist umgekehrt reziprok zu seiner historischen Bedeutung. Und die ist gewaltig. Nicht weniger beeindruckend sind übrigens die Mosaike, die es hier zu bewundern gibt.

 

181 v. Chr. wurde der Ort als römische Militärkolonie am Fluss Natisone gegründet, unter Kaiser Augustus zur Hauptstadt der X. Region "Venetia et Histria" erklärt und erst um 699 mit dem Einfall der Langobarden endgültig aufgegeben. Der Grund ist seine geographische Lage und der Umstand, daß Aquileia die erste größere Stadt in Norditalien war und am Ende der Bernsteinstraße lag ebenso wie auf dem Weg in die Provinz Noricum (eher geläufig als "Österreich").

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römische Werften
Die alten Werften, oder das, was davon übrig ist

Durch den Fluß Natisone, von dem man heute nur noch ein trauriges Rinnsal bewundern kann, war Aquileia mit dem Meer verbunden, was es zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen und einem wichtigen Militärstützpunkt machte. Heute kann man noch die Überreste der römischen Hafenanlagen und Werften besichtigen - nicht zu vergessen die markanten Überreste eines römischen Tempels in der Nähe.

Roma regina.

Nicht zuletzt die Säule mit der säugenden Wölfin auf dem Platz vor der Basilika macht deutlich, wer hier Herr im Haus war.

 

Einen weiteren Höhepunkt erlebte Aquileia im frühen Mittelalter durch das Christentum. Seit 572 war deren Bischof zugleich Patriarch und somit höchster Würdenträger gleich nach dem Papst. Trotzdem verlor die Stadt sukzessive ihre politische und religiöse Bedeutung auf Grund ihrer sumpfigen und exponierten Lage und dem Aufstieg Venedigs.

Leicht wackeliges Video, das aber sehr gut die Stimmung in der Basilika einfängt.

Basilica von Aquileia
Basilica von Aquileia
Basilica mit Mosaiken
Basilica mit Mosaiken
Der Turm der Basilika von Aquileia.

Durchwandern Sie in aller Ruhe die Reste der römischen Stadt im Freien, den Fluss-Hafen, das Forum und die Via Sacra.

Aus der Patriarchenzeit stammt die mittelalterliche Basilika mit dem bedeutensten frühchristlichen Fußbodenmosaik Italiens aus dem frühen 4. Jahrhundert - einmalig in seiner Größe und Pracht. Außerdem können Sie viele bemerkenswerte Kunstschätze im Nationalen Archäologischen Museum und im Frühchristlichen Museum besichtigen.

 

Und falls Sie sich in einer Bar zu einem Gläschen Wein niederlassen, gelingt es Ihnen vielleicht festzustellen, dass so mancher Einheimischer stahlblaue Augen und feuerrote Haare hat - ein genetisches Merkmal aus der Langobardenzeit.

Basilika: täglich v. 7.30 - 12.30 und v. 15.00 - 17.30

Archäologisches Museum: Di. - So. 8.30 - 19.00

(Mo. v. 8.30 - 14.00)

Eintritt: € 4.- (€ 2.- für Jugendliche)

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