Canal Grande

Die Hauptstraße Venedigs

Heiss begehrt, schwer umkämpft: Die Logenplätze in einem der schönsten "Freilichtmuseen" der Welt: dem Canal Grande.

Es ist wohl eine der ungewöhnlichsten Hauptstraßen der Welt: Der Canal Grande, gerade einmal 3,5 km lang und von einer bezaubernden Schönheit, nicht zuletzt dank der zahlreichen Paläste, die seine Ufer säumen.

 

Hier bietet sich einem der bequemste aller Museumsbesuche, sozusagen, weil man sich mit dem Vaporetto einfach durchfahren lassen kann.

 

Jeder der 200 Paläste - und nur Kunsthistoriker vermögen sich so auszudrücken - ist für sich ein echtes, wahrhaft "syntaktisches Glied", das in enger sprachlicher Verbindung mit dem Kanal und mit der ganzen Stadt ringsum steht. Der Kanal fließt zwischen den Palästen und führt mit ihnen einen farbenreichen Dialog.

Brücken über den Canal Grande

Loading Map

Taxi?

Es ist zwar nicht die günstigste Form, Venedig vom Wasser aus zu entdecken, aber dafür kommt man damit auch in die entlegeneren Viertel Venedigs:

Website

• Tel +39 041 5222303 (24h) Die "0" bei der Ortsvorwahl in Italien immer mitwählen.

Einer wie keiner.

Die gewundene, biegungsreiche Wasserstraße schafft unaufhörlich perpektivische Einschnitte und Fluchtpunkte durch die Öffnungen der unzähligen Zuflüsse und Tochterkanäle sowie durch die Plätze, die sich überraschend auftun, und die Bogenöffnungen der Fenster, die die weiten Säle im Inneren der Paläste verraten.

Diese Seitenkanäle münden schräg zum Hauptarm. Die ursprünglichen, natürlichen Zuflüsse wurden so in eine wunderbare architektonische Schöpfung eingefügt.

 

Das bezaubernde, malerische Hell-Dunkel an den Fassaden und Wänden der Paläste wird so in die Tiefe projiziert und gebrochen. Man denke dabei z.B. an die

Ca' d'Oro, vielleicht das berühmteste Gebäude am Kanal. Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass die Ca' d'Oro ein unvollendetest Werk lombarischer Meister ist, da ihre Fassade nicht die übliche Dreiteilung aufweist.

Ebenso erging es dem Palazzo Dario. Zum Vergleich genügt es andere gotische Bauten zu betrachten, wie die Paläste Foscari, Giustinian, Pisani-Moretta, die grundsätzlich die Dreiteilung aufweisen.

Also doch: Venezianer können schwimmen.

Venetisch-byzantinische Spuren weist der Fondaco dei Turchi aus der ersten Hälfte des 13. Jhs. auf. Er besteht aus einem breiten, zweistöckigen Portikus zwischen zwei seitlichen Türmen, das bedeutenste Beispiel für die Übertragung der römischen Villentypologie in die Bauformen der Lagune.

Seine Fassade bildet eine einzige Oberflächenkomposition über dem Wasser.

 

Ungefähr aus derselben Zeit stammt der Palazzo Loredan, der einst mit Marmor aus Konstantinopel geschmückt war. Auch die Paläste Grimani und Balbi zeigen ähnliche Fassaden, die Fläche für den Widerschein von Wasser und Licht bieten.

Diese venezianische Farbigkeit zeigen im 17. und 18. Jh. zwei hinreißende Werke Longhenas, nämlich die Ca' Pesaro und die Ca' Rezzonico. Die berühmtesten Familien Venedigs zeigten am Kanal mit ihren großartigen Palästen aus Stein ihren Reichtum und Ruhm.

 

Übrigens, wussten Sie, dass er im 14. Jh. einmal komplett eingetrocknet war?

Suche
Hotelsuche Venedig
Nach oben