Lang, länger, Calatrava...

Fast hat es den Anschein, als bekäme Venedig eine zweite Seuferbrücke. (wir berichteten). Aber was ist denn nun schon wieder (nicht) passiert?

Immer dieser Volksmund...

Seitdem bei der offiziellen Eröffnung der Ponte della Costituzione, wie sie nun heißt, ein paar Passanten ob der neuen, glatten Materialien gestürzt sind, nennt man sie inofiziell die Brücke der Gefallenen (Ponte dei caduti). [Webcam]

Gut Ding braucht Weile

Als am 12. August dieses Jahres auch das Mittelstück der neuen Calatravabrücke über den Canal Grande gesetzt wurde, mussten nur noch die letzten Arbeiten ausgeführt werden.

 

Die Eröffnung stand mit dem 8. Dezember 2007 unmittelbar vor der Tür. Aber auch die schwärzesten Prognosen von Neujahr und Karneval werden keine Passanten auf der Brücke sehen, denn die verantwortliche Firma Cignoni hat Mitte November eine Frist von 145 Tage beantragt.

 

Die Stadtregierung hat zwar noch nicht zugesagt, aber der 8. Dezember ist schon vorbei. Es fehlen noch alle Stufen aus Glas, die noch millimetergenau trapezoid und alle unterschiedlich zugeschnitten werden müssen.

Die Balustrade gibt es auch noch nicht, und vor allem der Aufzug, der die Brücke auch für Rollstuhlfahrer nutzbar macht, stellt ein Problem dar, denn seine Kosten steigen und steigen.

 

Fragen nach der Kompetenz der Firma Cignoni waren schon bei der Fertigung der Brücke auf dem Festland laut geworden, offensichtlich ist es Firmentradition, auf sich warten zu lassen.

 

Das einzig Gute der Verzögerung besteht darin, dass den Venezianern so noch Zeit gegeben wird, in der fast genaus so schwierigen Frage der Namensgebung für die Brücke auf einen Nenner zu kommen: Ponte de la Zirada, so wie es Bürgermeister Cacciari vorgeschlagen hatte, oder Ponte di Santa Lucia? Auf jeden Fall nicht "Calatravabrücke", so heißt sie nur, bis man sich endgültig entschieden hat, wie sie heißen und wann sie eingeweiht werden soll...

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